Ein Pilz, viele Symptome: 10 Ursachen für Candida

Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, geht es uns häufig schlechter - bzw. hören wir eher auf die Signale, die der Körper aussendet. In den Blickpunkt rücken daher häufig auch Beschwerden, die durch den Pilz Candida albicans im Darm verursacht werden. Jeder Mensch hat Candida. Allerdings hat jeder Mensch eine andere Darmschleimhaut und Darmflora, die den Hefepilz unterschiedlich gut in die Schranken weisen kann.

 

Was ist Candida und wie macht er sich bemerkbar?

Candida sind Hefepilze, die wir meistens mit der Nahrung aufnehmen, ohne dass wir es merken.
Solange wir eine gesunde Darmflora haben,
scheiden wir diese Hefepilze ohne weitere Konsequenzen
für unseren Körper aus.
Hefepilze, wie z.B. Candida albicans, haften sich gerne auf Schleimhäuten an, z.B. im Darm, im Mund-Rachen-Bereich oder im Genitalbereich.  

Mögliche Symptome für einen Befall von Candida können Völlegefühl und ein aufgeblähter Bauch, Stimmungsschwankungen, chronische Müdigkeit bis hin zu Depressionen sein.
Allerdings kann sich ein erhöhtes Candida-Wachstum auch durch Nagel- und Fußpilz oder Kopf- und Gesichtsekzeme bemerkbar machen.

 

Ursachen eines erhöhten Candida-Aufkommens

Mögliche Ursachen für eine Vermehrung des Candida-Vorkommens in Ihrem Darm können Folgende sein:

  • Antibiotikum:
    Häufig können Ursachen für ein übermäßiges Candida-Wachstum in der erhöhten Zufuhr von Antibiotika liegen. Dies kann beispielsweise durch eine Antibiotikatherapie passieren oder unfreiwillig geschehen, denkt man an die Zugabe von Antibiotikum in der Massentierhaltung
  • Fehlende Bioverfügbarkeit von Kupfer:
    Dies bedeutet, dass ein Überschuss an Kupfer vorliegt, dieser jedoch nicht vom Körper benutzt werden kann. Da Kupfer die Funktion eines Fungizids erfüllt, ist dies bei einer schlechten Bioverfügbarkeit nicht (genügend) gegeben.
  • Zinkmangel:
    Zink ist Bestandteil vieler essenzieller Enzymsystemen, einschließlich der Produktion von Verdauungsenzymen und der Synthese von Proteinen.
  • Inadäquate biochemische Energieproduktion:
    Patienten mit starkem Candida-Befall weisen häufig Schwierigkeiten bei der biochemischen Energieproduktion auf. Diese biochemische Energie, ATP (Adenosintriphosphat), wird für alle Zellfunktionen benötigt.
  • Erhöhte Alkalinität des Verdauungstraktes:
    Eine Beeinträchtigung der Verdauungsenzymproduktion ist bei vielen Menschen mit erhöhtem Candida-Befall zu beobachten. Anhaltspunkte hierfür kann ein niedriges Natrium-Kalium Verhältnis sein, was wiederum auf eine schwache Leber zurückgeführt werden kann. Im Darm wird unzureichend Salzsäure produziert, sodass die Alkalinität im Darm zunimmt.
  • Probleme beim Stoffwechsel von kurzkettigen Fettsäuren:
    Gerade Menschen mit schlechter Fettverdauung und -verwendung leiden häufig an erhöhtem Candida-Wachstum. Auch dies ist auf einen Mangel an Verdauungsenzymen zurückzuführen.
  • Immunschwäche:
    Einige Untersuchungen haben eine Verbindung zwischen Immunschwäche und vermehrtem Auftreten von Candida festgestellt. Das Mineralstoffmuster zeigt ein niedriges Natrium/Kalium – Verhältnis, einen geringen Kupferwert, sowie ein geringes Calcium/Magnesium-Verhältnis auf.
  • Kohlenhydratunverträglichkeit:
    Durch die Schwäche des Körpers, einen korrekten Metabolismus von Zucker zu bewerkstelligen, bekräftigt dies das Pilzwachstum. Denn der unverbrauchte Zucker ernährt viele Pilzorganismen im Darm.
  • Psychologischer Stress:
    Psychologischer Stress wirkt schädlich auf das Immunsystems des Körpers, das Verdauungsystems, den Glucosestoffwechsel sowie den Kupfer- und Zinkstoffwechsel.
  • Andere Ernährungsungleichgewichte:
    Toxische Metalle haben einen weitreichenden und schädigenden Einfluss auf viele Prozesse im Körper. Auch auf solche, die ein Candida-Wachstum begünstigen können.

 

Was kann ich bei einem Candida-Befall tun?

Viele Ursachen können auf einem unausgeglichenen Mineralstoffhaushalt gründen. Eine Haarmineralanalyse kann hierbei erste Anhaltspunkte auf verschiedene Ungleichgewichte liefern.
Die Symptome eines erhöhten Candida-Aufkommens sind allgemeiner Natur, sodass ein Schluss auf Candida nicht immer (direkt) gezogen wird. Ein Candida-Stuhltest kann deshalb sinnvoll sein, um einen eventuellen Befall zu diagnostizieren.

»» Hier finden Sie eine Übersicht unserer Stuhltests auf Candida:
 http://www.verisana.de/labortests/darmtests/candida-test-6

 

Wenn Sie einen erhöhten Candida-Wert haben, können Sie (mit der Hilfe eines ausgebildeten Therapeuten) gezielt die Pilze mit schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Mitteln töten und anschließend eine Darmsanierungskur durchführen. Diese beinhaltet, dass die Darmflora aufgebaut und die Darmschleimhaut regeneriert wird. Außerdem wird die Leber gestärkt.