Einzellige Parasiten – Warum sie ihren großen Verwandten in nichts nachstehen

Einzellige Parasiten – Warum sie ihren großen Verwandten in nichts nachstehen

Wer an Parasiten und vor allem Darmparasiten denkt, hat meist nur meterlange Bandwürmer und andere Horrorbilder vor Augen. Dabei ist ein Großteil der Parasiten, die den menschlichen Organismus befallen können, mit bloßem Auge gar nicht sichtbar. Die Symptome die sie auslösen können sind allerdings nicht zu unterschätzen. Wir nehmen vier einzellige Parasiten unter die Lupe und erklären Ihnen, woher sie kommen und welche Symptome sie auslösen können.

©pixabay, qimono

Was sind eigentlich Parasiten?

Parasiten sind Lebewesen, die auf Kosten eines Wirtes leben. Dabei handelt es sich in nicht nur um große Arten wie Würmer, sondern oft auch um einzellige Parasiten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Gerade der menschliche Darm dient vielen verschiedenen Parasiten als Lebensraum.

Die Symptome variieren nicht nur je nach Parasit, sondern sind auch von der Befallsrate abhängig. Typische Symptome eines Parasitenbefalls sind u.a. Durchfall oder Verstopfung, Gewichtsverlust, Fieber, Erschöpfung, Gelenk- und Muskelschmerzen und Mangelerscheinungen.

Oftmals findet ein Befall aber auch über Jahre völlig symptomlos statt oder die Symptome sind so unspezifisch, dass lange nicht auf den eigentlichen Grund der Beschwerden geschlossen werden kann. Das macht die Diagnose besonders schwierig.

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Haben Sie Darmparasiten?

Mit dem Verisana Parasitencheck können Sie schnell und einfach per Stuhlprobe überprüfen, ob ein Befall vorliegt oder nicht.

Sie nehmen die Proben zu Hause ab, schicken sie an uns zurück und wir senden Ihnen Ihr Ergebnis mit Informationen zu den jeweiligen Parametern zu. Bei dem Test wird Ihre Probe sowohl auf Wurmeier, als auch auf verschiedene einzellige Parasiten untersucht.

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4 häufige einzellige Darmparasiten

Cryptosporidium

Den Cryptosporidien können verschiedene Wirbeltiere als Wirt dienen. Die Infektion mit ihnen ist eine der häufigsten Ursache von akutem Durchfall. Das klinische Bild variiert jedoch von asymptomatischen Infektionen bis zu schweren Krankheitsbildern mit erheblichen wässrigen Durchfällen, Krämpfen, Übelkeit und Fieber.

Cryptosporidien kommen weltweit vor und werden in der Regel über verunreinigtes Wasser, aber auch über Rohkost oder Haustiere übertragen. Eine Infektion heilt meist nach einigen Wochen von selbst aus. Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem kann es jedoch zu chronischen Beschwerden kommen.

Entamoeba histolytica

Entamoeba histolytica ist Verursacher der sogenannten Amöbenruhr.
Infektionen sind zwar recht gewöhnlich, verursachen jedoch nur in 10-20 % aller Fälle klinische Symptome. Teilweise bricht die Krankheit auch erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Infektion aus. Die Übertragung findet z.B. durch mit menschlichem Kot verschmutzte Lebensmittel, aber auch beim Sex statt.

Bei der Amöbenruhr werden durch den Parasiten eitrige Darmgeschwüre verursacht, die dann wiederum zu einer Vielzahl von Symptomen wie heftigen Unterleibsschmerzen, blutig-schleimigem Durchfall oder Verstopfungen führen. In seltenen Fällen wandern die Parasiten in die Leber, wo sie Gewebe zerstören und Abszesse hervorrufen. Der Verdacht auf einen Amöbenleberabszess sollte stets sonografisch abgeklärt und schnellstmöglich behandelt werden.

Giardia lamblia

Der Erreger Giardia lambia ist weltweit verbreitet. Er überträgt sich durch verschmutzte Lebensmittel, Wasser (entweder durch Trinkwasser oder beim Baden in kontaminierten Gewässern) oder auch direkt von Mensch zu Mensch, z.B. beim Geschlechtsverkehr. Die Inkubationszeit beträgt ca. 1 Woche. Die Symptome reichen von einem Druckgefühl im rechten Oberbauch, über Bähungen, Übelkeit und Durchfall bis hin zu Erbrechen und Fieber. Durch Malabsorption kommt es häufig zudem zu Gewichtsverlust.

Blastocystis hominis

Blastocystis kommt nicht nur in Wirbeltieren, sondern auch in Vögeln, Reptilien oder Amphibien vor. Die Übertragung erfolgt über mit Kot verschmutzte Nahrungsmittel und Trinkwasser. Man geht davon aus, dass etwa 30 Prozent aller Heimkehrer aus einem Urlaub in den Tropen Blastocystis hominis in sich tragen. Sehr viele Menschen jedoch entwickeln nie Symptome.

Treten Beschwerden auf handelt es sich meist um Durchfall, Übelkeit und Verstopfungen. Da es sich hierbei um sehr unspezifische Symptome handelt, sollte stets eine gründliche Abklärung erfolgen, ob die bestehenden Symptome nicht durch andere Ursachen ausgelöst wurden.

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Wie beraten Sie gerne!

Sie haben weitere Fragen oder sind sich unsicher, welcher Test für Sie der Richtige ist?

Rufen Sie uns an unter 040 - 537976958 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@verisana.de

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Wie lassen sich Parasiten nachweisen?

Steht die Vermutung im Raum, dass die vorliegenden Symptome durch Parasiten ausgelöst werden, stellt sich die Frage wie diese am besten nachgewiesen werden können. Da es eine Vielzahl verschiedener Parasiten gibt, die sich unterschiedlich im Körper verbreiten, ist der Nachweis einer bestimmten Art oft schwierig. In den meisten Fällen ist eine Stuhlprobe jedoch die beste Methode.

Hierbei wird die Probe in der Regel auf zwei Arten untersucht: Zum einen wird die Probe zunächst genau unter dem Mikroskop begutachtet. Hierbei lassen sich z.B. Eier diverser Wurmarten finden und bestimmen. Einzellige Parasiten können so allerdings in der Regel nicht gefunden werden. Dafür müssen zusätzlich spezielle Antigentests durchgeführt werden, mit denen ein Befall bestätigt oder ausgeschlossen wird. Wichtig ist es also, bei der Wahl des Tests darauf zu achten, dass sowohl "große" als auch "kleine" Parasiten überprüft werden.

»» Weitere Informationen zum Stuhltest auf Parasiten