Man ist, was man verdaut – und nicht was man isst

„Man ist, was man isst“. Doch das ist so nicht korrekt. Denn es kommt häufig vor, dass Menschen genügend essen und trotzdem unternährt sind. 
Es kommt nicht allein auf die Zufuhr der Ernährung an, sondern wie man diese metabolisieren (also absorbieren und verwenden) kann. 

Am Ende entscheidet Ihr Stoffwechsel

Ein Ernährungsplan kann noch so ausgeklügelt, ausgewogen oder gesund sein, wenn wichtige Nährstoffe nicht verwertet werden können, hilft alles nichts.  Wie viele Nährstoffe aus den Lebensmittel aufgenommen werden hängt von Ihrem Stoffwechsel, Mineralstoffgleichgewicht und der toxischen Belastung ab. Eine Übersicht über Ihren Mineralstoffhaushalt und über die Belastung von Schwermetallen kann somit erste Aufschlüsse über Stoffwechselprobleme geben.

©Fotolia, Daniel Vincek

Diät und Ernährung

Zudem ist eine genaue Unterscheidung der Begriffe ‚Diät‘ und ‚Ernährung‘ bei der Betrachtung von Unterernährung wichtig. Oft werden die Konzepte, die hinter den Begriffen stehen, vermischt und nicht richtig voneinander getrennt. Diät (im Sinne von „Ernährungsplan“) bezieht sich auf Arten von Lebensmitteln, die eine Person gewöhnlich isst, bzw. auf ein spezielles, eingeschränktes Menü, das der Gewichtskontrolle, medizinischen oder anderen Zwecken dient. Die Ernährung hingegen bezieht sich auf den Prozess, mit dem die für die Gesundheit und das Wachstum notwendigen Nährstoffe verfügbar gemacht werden. Der Konsum von Lebensmitteln ist demnach durch den Begriff ‚Diät‘ gemeint, während die durch die Diät zugeführten Nährstoffe als ‚Ernährung“ gekennzeichnet sind.

Diese Unterscheidung ist insofern wichtig, da das Vorhandensein von Nährstoffen in der Diät nicht notwendigerweise sicherstellt, dass diese in der Ernährung absorbiert, einbehalten oder verwendet werden. Außerdem gibt es neben der Diät andere Faktoren, die unsere Ernährung beeinflussen: So können Stress und Toxizität einen erheblichen negativen Einfluss nehmen.

Das Mengenverhältnis ist maßgebend

Wichtige Hinweise können dabei das Mengenverhältnis zwischen toxischen Metallen und schützenden Nährstoffmineralen in Ihrem Gewebe liefern. Schwermetalle (z. B. Quecksilber, Blei, Cadmium) stören die normalen Stoffwechselprozesse, da sie nützliche Mineralstoffe verdrängen und die Enzymfunktionen durch ihre Bindung an Proteine vergiften können. In der heutigen Umwelt ist jeder von uns ständig toxischen Schwermetallen ausgesetzt und hat messbare Mengen im Körper.
Speziell die Verhältnisse von Blei und Quecksilber zu Mineralstoffen wie Calcium, Schwefel, Eisen, und Zink können dabei wichtige Indikatoren sein. Die Haarmineralanalyse kann erste Hinweise über potentielle Schwermetallbelastung sowie Ihren Mineralstoffhaushalt geben.

Fazit: Einen strikten Ernährungsplan zu verfolgen, reicht leider nicht aus. Wer sich wirklich gesund ernähren möchte, sollte sich zudem damit beschäftigen, wie gut man Nahrung wirklich aufnehmen und verarbeiten kann. Dabei spielen die Schwermetallbelastung sowie das Verhältnis von Mineralstoffen eine wichtige Rolle.

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